Corona-Hilfen für Unternehmen

Der Bund und das Land haben umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, um Unternehmen und Selbständigen möglichst unbürokratisch durch die Krise zu helfen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Unterstützungsprogramme und die wichtigsten Informationen. Wir kontrollieren die Angaben täglich auf ihre Aktualität.

  • Telefonische Beratung & Kontakt
  • Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen
  • Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbständige sowie Künstler und Schriftsteller
  • Allgemeine Fragen - Was Unternehmen jetzt tun können
  • Wichtige Kontaktdaten und Hotlines

Telefonische Beratung & Kontakt

Die Wirtschaftsförderung des Saalekreises und das Merseburger Innovations- und Technologiezentrum (mitz) bieten ab Montag, dem 30.03. eine Hotline zur telefonischen Erstberatung bzgl. der Fördermaßnahmen an. Sie erreichen uns von Montag bis Freitag im Zeitraum von 09:00 bis 16:00 Uhr unter der Nummer 03461 40-1024 oder 03461 2599-150. Gerne können Sie sich auch unter der Adresse wirtschaftsfoerderung@saalekreis.de per Mail an uns wenden. Wir bemühen uns, Ihr Anliegen schnellstmöglich zu bearbeiten und werden wichtige Fragen in diese Rubrik aufnehmen.


Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen

Die Bundesregierung hat mit dem „Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Arbeitsplätze geschützt werden sollen und die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtert wird. Das Paket besteht aus

  • Flexibilisierungen des Kurzarbeitergeldes,
  • Stundung von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung
  • Erleichterungen für Liquiditätshilfen für Unternehmen durch Kredite der KfW
  • Ausweitungen der Programme der Bürgschaftsbanken des Bundes und des Landes

In aller Kürze

Kommt es in Ihrem Betrieb zu Lieferengpässen oder behördlich angeordneten Schließungen, die die Reduzierung der Arbeitszeit ihrer Angestellten erfordern (Kurzarbeit), ist ein Ausgleich des Entgeltausfalls mit Hilfe des Kurzarbeitergeldes möglich.

Voraussetzungen

Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn

  • der Arbeitsausfall vorübergehend und unvermeidbar ist, d. h. auf einem unabwendbaren Ereignis beruht (z. B. behördlich veranlasste Maßnahmen wegen Corona-Virus) oder wirtschaftliche Ursachen hat (z. B. Auftragsmangel, -stornierung, fehlendes Material) sowie zumutbare Gegenmaßnahmen (Überstundenabbau, Home-Office etc.) ausgeschöpft wurden,
  • mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben,
  • in Ihrem Betrieb mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt ist,
  • das Arbeitsverhältnis des betroffenen Arbeitnehmers fortgesetzt werden soll, also weder gekündigt noch aufgehoben worden ist,
  • der Arbeitgeber oder der Betriebsrat den Arbeitsausfall bei der Arbeitsagentur am Betriebssitz schriftlich angezeigt hat.

Leistungen

  • Betroffene Beschäftigte erhalten 60 Prozent des ausgefallenen Netto-Entgelts (bzw. 67 Prozent wenn sie Kinder haben).
  • Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Leistungsbezug ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen.
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten (wenn Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen existieren) wird verzichtet.
  • Diese Regelungen gelten rückwirkend ab 01.03.2020, befristet bis 31. Dezember2020.

Kontakt und weiterführende Informationen

Die Antragsstellung erfolgt bei der zuständigen Agentur für Arbeit. Aktuelle Informationen zum Kurzarbeitergeld und zur Antragsstellung finden Sie hier und weitere Informationen über die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld und Videoanleitungen finden Sie hier auf der Seite der Agentur für Arbeit.

In aller Kürze
Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, sind die Behörden angewiesen, die Möglichkeiten zur Stundung Sozialversicherungsbeiträgen, und Steuerzahlungen, zur Senkung von Steuervorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung auszuschöpfen. Im Allgemeinen soll dies ohne Zinserhebung erfolgen.

Maßnahmen
Auf Antrag können die Finanzbehörden

  • Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Anforderungen der Finanzverwaltung sollen hierfür gesenkt werden.
  • Steuervorauszahlungen (zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer) herabsetzen, sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden.
  • auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) bis zum 31. Dezember 2020 verzichten, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.
  • Säumniszuschläge erlassen.
  • Die Generalzolldirektion (z.B. Energiesteuer, Luftverkehrssteuer) sowie das Bundeszentralamt für Steuern (Versicherungssteuer, Umsatzsteuer) sind angewiesen, den Steuerpflichtigen in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen.
  • Auf Antrag des Arbeitgebers können zudem die Beiträge zur Sozialversicherung bis Mai gestundet werden.

Kontakt und weiterführende Informationen
Es gibt für diese Maßnahmen bisher keine einheitliche Regelung auf Bundesebene. Sollten diese Maßnahmen für Sie infrage kommen, kontaktieren Sie frühzeitig (telefonisch) das für Sie zuständige Finanzamt bzw. die Krankenkasse. Die Kontaktdaten des für Sie zuständigen Finanzamts finden Sie unter www.finanzamt.sachsen-anhalt.de.

In aller Kürze
Bislang gibt es noch keinen gesonderten KfW-Corona-Kredit, doch wurden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen der KfW ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Die etablierten Instrumente zur Flankierung des Kreditangebots der privaten Banken werden mit einem Sonderprogramm substantiell erweitert und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht.

Maßnahmen

  • Öffnung der Programme für Unternehmen, die bedingt durch die Corona-Krise vorübergehend Finanzierungsschwierigkeiten haben, und die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren
  • KfW-Unternehmerkredit (Bestandsunternehmen) und ERP-Gründerkredit (junge Unternehmen unter 5 Jahren):
  • höhere Risikoübernahmen für Betriebsmittelkredite und Investitionen (bis zu 90 Prozent und bis zu einer Milliarde Euro)
  • Öffnung der Instrumente für Großunternehmen ohne Umsatzbeschränkung
  • Konsortialfinanzierungen für Investitionen und Betriebsmittel:
  • Öffnung für Vorhaben im Wege einer Konsortialfinanzierung ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich
  • höhere Risikoübernahmen (bis zu 80 Prozent)
  • Vereinfachung und Beschleunigung des Antragsprozesses

Kontakt und weiterführende Informationen

Ansprechpartner ist die Investitionsbank Sachsen-Anhalt oder Ihre Hausbank bzw. ein anderer Finanzierungspartner Ihrer Wahl in Ihrer Nähe.

Weitere Informationen zur KfW-Corona-Hilfe finden Sie hier.

In aller Kürze
BB und MBG wollen gemeinsam mit ihren Partnern kleinere und mittlere Unternehmen schnell und unbürokratisch unterstützen und ermöglichen auch in einem schwierigen Umfeld Zugang zu Kreditfinanzierungen.

Maßnahmen

  • Erhöhung des Bürgschaftshöchstbetrags auf € 2,5 Mio. (max. Kreditvolumen 3,125 Mio. Euro)
  • Erhöhung des Verbürgungsgrades bei Express-Bürgschaften von 70 auf 80 Prozent. Gleichzeitig erhöht sich das zu verbürgende Kreditvolumen auf 312.500 Euro.
  • Verbesserung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite.
  • Beschleunigung des Bewilligungsprozesses auch bei klassischen Bürgschaften.

Kontakt und weiterführende Informationen
In bestimmten Fällen kann die Einbindung der MBG mit ihren Beteiligungsprogrammen sinnvoll sein. Nähere Informationen erteilen die Ansprechpartner (Link) der BB und der MBG.


Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbständige sowie Künstler und Schriftsteller

In aller Kürze
Selbständige Künstler und Schriftsteller können (nicht-rückzahlbare) Zuschüsse zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz beantragen.

Voraussetzungen

  • Antragsberechtigt sind selbständige Künstlerinnen und Künstler, die in den Bereichen Musik, darstellende oder bildende Kunst ihre künstlerische Tätigkeit schaffen, ausüben oder lehren sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller.
  • Die künstlerische oder schriftstellerische Tätigkeit wird erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausgeübt.
  • Der Wohnsitz liegt in Sachsen-Anhalt.

Leistungen

  • Berechtigte erhalten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 400 Euro pro Person und Monat.
  • Der Bezugszeitraum ist zunächst auf zwei Monate beschränkt.

Kontakt und weiterführende Informationen

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Referat 303-Kultur
Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken
Ernst-Kamieth-Straße 2
06112 Halle (Saale)

0345 514-0

Die Antragsunterlagen finden Sie unter diesem Link.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Landesverwaltungsamtes (Link).

In aller Kürze

Kleine und Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Selbständige und Angehörige der Freien Berufe, können (nicht-rückzahlbare) Zuschüsse sowie zinsgünstige Kredite zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä., beantragen.

Voraussetzungen

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen aus fast allen Wirtschaftsbereichen, Vereine, Verbände, Künstler, Kulturschaffende sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 50 Beschäftigten, denen wirtschaftliche, existenzbedrohliche Schwierigkeiten in Folge von Corona entstanden sind.
  • Der Antragsteller muss seinen (Wohn-) Sitz oder eine Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt haben.
  • Das Unternehmen war vor dem Jahreswechsel nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Leistungen

Geltend gemacht werden können alle laufenden betrieblichen Kosten wie Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.), Pachten, Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches), Versicherungen, Energiekosten und Instandhaltungskosten, die in drei auf die Antragstellung folgenden Monaten entstehen.

  • Bis zu 9.000 Euro einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis zu 15.000 Euro einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis zu 20.000 Euro einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis zu 25.000 Euro einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
  • Daneben stehen Darlehen zwischen 10.000 und 150.000 Euro mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren, zwei Jahre zins- und tilgungsfrei, zur Verfügung. Es müssen keine Sicherheiten gestellt werden, die Ausreichung erfolgt ohne Beteiligung der Hausbank direkt durch die Investitionsbank (keine Stellungnahme der Hausbank erforderlich).

Kontakt und weiterführende Informationen

Die Abwicklung der Programme erfolgt durch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Die Antragsformulare sind auf deren Website abrufbar. Anträge können per Mail an soforthilfe-corona@ib-lsa.de gestellt werden und werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Die Möglichkeit einer Online-Antragsstellung folgt in Kürze.

In aller Kürze
Selbstständige erhalten einen erleichterten Zugang zur Grundsicherung, indem weder Vermögensverhältnisse bei der Antragsstellung offengelegt noch Vermögen angetastet, Ausgaben für Wohnung und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt und die Voraussetzungen für den Kinderzuschlag vereinfacht werden.

Maßnahmen
Neben einer wesentlich vereinfachten Vermögensprüfung werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Damit sollen Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden. Um den Kinderzuschlag zu gewähren, werden nicht mehr Einkommensnachweise der letzten sechs Monate vor Antragstellung herangezogen, sondern der Nachweis des aktuellen Einkommens im letzten Monat vor Antragstellung. Damit erhalten auch diejenigen den Kinderzuschlag, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben. Anträge werden schnell und unbürokratisch bearbeitet.

Diese Ausnahmen gelten für sechs Monate. Damit die Leistungen schnell ausgezahlt werden können, werden Anträge auf Grundsicherung vorläufig bewilligt. Die Bedürftigkeitsprüfung erfolgt nachträglich.

Kontakt und weiterführende Informationen
Betroffene im Landkreis Saalekreis wenden sich bitte an den Eigenbetrieb für Arbeit – Jobcenter Saalekreis, 03461 244-0, 244-100 oder 244-101, oder an www.efa-sk.de/kontakt

In aller Kürze
Bei Verdienstausfällen aufgrund angeordneter Schutzmaßnahmen (z.B. Quarantäne im Zusammenhang mit Corona-Virus) können Sie Verdienstausfallentschädigung gemäß Infektionsschutzgesetz beantragen. In diesem Fall können Arbeitgeber, Selbstständige und Freiberufler die Erstattung ausgezahlter Entgelte beantragen. Sie haben zudem selbst Anspruch auf finanzielle Entschädigungen (Verdienstausfall und Betriebsausgaben).

Voraussetzungen
Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung besteht, wenn

  • betroffene Beschäftigte, Selbständige oder Freiberufler als Infizierte, Kontaktpersonen, Ansteckungs- oder Krankheitsverdächtige isoliert werden müssen,
  • die Betroffenen während der Zeit der Schutzmaßnahmen nicht ihrer Beschäftigung nachgehen können und
  • den Betroffenen nach Einsetzen der Isolation kein finanzieller Anspruch gegenüber Arbeitgeber, Krankenkasse oder Versicherung zusteht.

Leistungen

  • Für die ersten sechs Wochen wird Entschädigung in Höhe des ausgefallenen Netto-Entgelts gewährt. Vom Beginn der siebenten Woche an wird Entschädigung in Höhe des Krankengeldes gewährt.
  • Für Selbständige ist für die Entschädigung ein Zwölftel des Arbeitseinkommens (letztes Jahreseinkommen) zugrunde zu legen.
  • Selbständige, deren Betrieb aus o. g. Gründen ruhen muss, erhalten neben der Entschädigung zudem Ersatz für weiterlaufende nicht gedeckte Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

Kontakt und weiterführende Informationen
Anträge sind gemäß Infektionsschutzgesetz spätestens drei Monate nach Beginn des Tätigkeitsverbots zu stellen.

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Versorgungsamt
Hauptfürsorgestelle, Soziales Entschädigungsrecht
Maxim-Gorki-Straße 7
06114 Halle (Saale)

Telefon: 0345 514 0


Allgemeine Fragen – Was Unternehmen jetzt tun können

Gemäß der Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 02.04.2020 ist die Öffnung von Ladengeschäften jeder Art untersagt. Untersagt ist ausdrücklich die Öffnung von Dienstleistungsbetrieben der Kör­perpflege, wie Frisöre und Barbiere, nicht-medizinische Massagepraxen, Nagel-, Kosmetik-, Piercing- und Tattoo­studios und ähnlicher Unternehmen. Ausgenommen hiervon sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken und Sparkassen, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Poststellen, Tierbedarf, Fahrradläden, Bau- und Gartenmärkte, Großhandel, Tankstellen und Kfz-Teileverkaufsstellen, Buchhandel, Zeitungs- und Zeitschriftenhandel, Wochenmärkte, der Betrieb von Lebensmittelhandel im Reisegewerbe, Reinigungen, Waschsalons, der Online-Handel und Abhol- und Lieferdienste. Medi­zinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Bei Ladengeschäften, die ein Mischsortiment führen, ist eine Öffnung zulässig, soweit das genannte zugelassene Sortiment einen nicht nur unerheblichen Anteil am Gesamtsortiment umfasst.

Gemäß der Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 02.04.2020  sind Gaststätten zu schließen. Ausgenommen sind die Belieferung, die Mitnahme und der Außer-Haus-Verkauf. Hierbei ist sicherzustellen, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten wird und im öffentlichen Bereich einschließlich Einkaufszentren kein Verzehr in einem Umkreis von weniger als 50 Metern zum Abgabeort stattfindet.

Gemäß der Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 02.04.2020 ist es Betreibern von Beherbergungsstätten (Hotels, Hostels, Jugendherbergen, Familienferienstätten, Pensionen und vergleichbaren Angeboten, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen, Yacht-und Sportboothäfen sowie privaten und gewerblichen Vermietern von Ferienhäusern, Ferienhausparks, Ferienwohnungen, Ferienzimmern sowie von Übernachtungs- und Schlafgelegenheiten (homesharing) und vergleichbaren Angeboten) untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen.

Reisen aus touristischem Anlass nach Sachsen-Anhalt sind grundsätzlich untersagt. Dies gilt auch für Reisen, die zu Freizeitzwecken, zu Fortbildungszwecken oder zur Entgegennahme von vermeidbaren oder auf- schiebbaren Maßnahmen der medizinischen Versorgung, Vorsorge oder Rehabilitation unternommen werden. Un­tersagt sind ferner Reisebusreisen.

Der Landkreis kann auf Antrag Ausnahmegenehmigungen auch für andere als die genannten Sortimente (siehe „Ich betreibe ein Ladengeschäft. Muss ich das Geschäft jetzt schließen?“) erteilen, soweit es sich dabei um für die Versorgung der Bevölkerung unbedingt notwendige Geschäfte handelt und dies im Einzelfall aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Der Betrieb der von Ausnahmeregelungen betroffenen Einrichtungen erfolgt unter strengen Auflagen zur Hygiene, um die Reduzierung von Kontakten sowie den Schutz des Personals vor Infektionen sicherzustellen (siehe § 5 Abs. 7 der Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 02.04.2020).

 

Grundsätzlich ja. Öffnen dürfen nur die Geschäfte, die die genannten Sortimente (siehe „Ich betreibe ein Ladengeschäft. Muss ich das Geschäft jetzt schließen?“) führen sowie gastronomische Einrichtungen für die Belieferung, Mitnahme und den Außer-Haus-Verkauf unter den genannten Voraussetzungen (siehe „Ich führe einen gastronomischen Betrieb. Muss ich den jetzt schließen?“).

Treten bei Mitarbeitern in Ihrem Betrieb Symptome einer Covid-19-Erkrankung auf, sollten Sie sich unmittelbar an das Gesundheitsamt wenden. Infizierte werden vom Gesundheitsamt zu ihren Kontakten in den vergangenen Tagen und zu Symptomen befragt, sie werden namentlich registriert und gegebenenfalls weiteren Labortests unterzogen. Für Kontaktpersonen, die Symptome aufweisen, aber nicht erkrankt sind, kann das Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne anordnen. Gemäß Infektionsschutzgesetz haben Sie in diesem Fall Anspruch auf Entschädigungszahlungen für Verdienstausfall. Bitte kooperieren Sie mit dem Amt.

Weitere arbeitsrechtliche Hinweise gibt es etwa auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat ein Infoblatt "Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie" veröffentlicht, das Sie im PDF-Format auf der Seite des Verbands abrufen können.

Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Arbeitnehmer von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Homeoffice zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beantwortet häufig gestellte Fragen zum Arbeitsschutz.

Das Auswärtige Amt rät seit dem 17. März 2020 von touristischen und nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland ab. Das Außenministerium bietet aktuelle Informationen zum Thema Coronavirus.

Fakten über die Folgen des Virus für die Wirtschaft in Asien hat Germany Trade & Invest unter www.gtai.de zusammengestellt.

Die Johns Hopkins University, Baltimore, pflegt eine ständig aktualisierte Übersicht zur Ausbreitung des Coronavirus weltweit.

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Vermeintlich ähnliche Einzelfälle sind in wichtigen Details unterschiedlich gelagert. Meistens empfiehlt sich bei aktuellen Problemen oder Stornierungen, mit Geschäftspartnern über einen fairen Ausgleich für beide Seiten zu sprechen und sich im Zweifel von Rechtsanwälten beraten zu lassen. Selbst bei Lieferausfällen im internationalen Handel können sich die Rechtsfolgen von vermeintlich oder auch tatsächlich höherer Gewalt stark unterscheiden – je nachdem, nach welchem Recht die Verträge geschlossen wurden.

Auch auf die Frage, in welcher Form eine vertragliche Force-Majeure-Klausel (französisch für "höhere Gewalt") im Zuge der Corona-Krise greift, gilt: Es kommt darauf an. Worauf, das hat die IHK Stuttgart hier erklärt.


Wichtige Kontaktdaten und Hotlines

Über die Hotline der KfW können Sie sich kostenfrei über das Corona-Sonderprogramm sowie weitere Angebote informieren. Die Hotline erreichen Sie von Montag bis Freitag im Zeitraum von 08:00 bis 18:00 Uhr unter der Rufnummer 0800 539-9000.


Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die vom Ausbruch des Corona-Virus wirtschaftlich betroffen sind, können sich bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt kostenfrei über die Hotline 0800 5600757 beraten lassen. Die IB bietet ebenfalls verschiedene Förderinstrumente und ihren von der CORONA-Krise betroffenen Bestandskunden Sonderkonditionen wie Stundungen und Vollstreckungsaufschub sowie Instrumente für den Insolvenzfall. Beachten Sie bitte, dass aufgrund der aktuellen Situation die regelmäßigen IB-Regionalsprechtage vorübergehend nicht stattfinden können.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellt hier (Link) Antworten auf Fragen rund um den Umgang mit dem Corona-Virus (Messen, Geschäftsreisen, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht u. a.) sowie zu Maßnahmen und Förderinstrumenten zur Verfügung. Unter der Nummer 030 18615-6187 erreichen Sie von Montag bis Freitag im Zeitraum von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr das Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus (nur wirtschaftsbezogene Fragen).

Was geschieht, wenn wichtige Lieferanten ausfallen?
Was ist zu tun, wenn Beschäftigte nicht am Arbeitsplatz erscheinen?
Welche Empfehlungen zum Arbeits- und Expositionsschutz von Mitarbeitern können gegeben werden?
Welche Stellen sind für das Seuchenmanagement vor Ort zuständig?
Mit dem Handbuch Betriebliche Pandemieplanung gibt das Bundesamt Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Das Handbuch steht hier (Link) kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Das Wirtschaftsministerium hat hier (Link) ein umfangreiches Angebot an Informationen zum allgemeinen Umgang mit der Situation und zu Hilfsangeboten zusammengestellt. Zudem hat das Wirtschaftsministerium für Unternehmen aus Sachsen-Anhalt, die von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind, eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Die Telefon-Hotline ist unter 0391 567-4750 werktags zwischen 8.30 und 16 Uhr erreichbar, um betroffene Firmen über bestehende Unterstützungsangebote zu informieren.

Die IHK hat unter der Telefonnummer 0345 2126-100 eine Hotline eingerichtet. Antworten auf die wichtigsten Fragen für Firmen sowie Informationen von Sofortmaßnahmen im Betrieb über mögliche finanzielle Überbrückungshilfen bis hin zu rechtlichen Fragen finden Sie zudem hier (Link).

Die HWK hat hier (Link) Informationen zum Umgang mit der Situation zusammengestellt. Zudem wurde eine Hotline für Handwerksbetriebe der Region eingerichtet. Wenn Betriebsinhaber betriebswirtschaftliche oder rechtliche Fragen zu den Auswirkungen des Corona-Virus auf ihren Betrieb haben bzw. schon wirtschaftliche Folgen spüren, können sie die Beratung der Handwerkskammer in Anspruch nehmen. Die Hotline ist unter der Nummer 0345 2999-221 erreichbar.

Wirtschaftsförderung und Tourismus

Anschrift
Domplatz 9
06217Merseburg

Kontakt

Telefon:
03461 40-1005
Fax:
03461 40-1012
wirtschaftsfoerderung [at] saalekreis.de

Weiterführende Dokumente

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