Landkreis Saalekreis
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  • 06217 Merseburg
  • Sachsen-Anhalt
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Wie kommt ein Asylbewerber überhaupt in den Saalekreis und was passiert dann?

Ausländer, die einen Asylantrag stellen, werden während der ersten Wochen des Asylverfahrens in der Regel in sogenannten Aufnahmeeinrichtungen untergebracht, die von den Bundesländern bereit gestellt werden. Eine solche Einrichtung ist in Sachsen-Anhalt in Halberstadt. Eine weitere solche Einrichtung ist in Halle geplant. Jedes Bundesland hat dabei eine exakt festgelegte Quote der Asylbegehrenden (Königsteiner Schlüssel) aufzunehmen, um auf diese Weise die mit der Aufnahme verbundenen Lasten angemessen zu verteilen.
Die Bestimmung der zuständigen Aufnahmeeinrichtung erfolgt mit Hilfe des bundesweiten Verteilungssystems "EASY" (Erstverteilung der Asylbegehrenden): Zuständig für die Aufnahme des Asylbegehrenden ist diejenige Aufnahmeeinrichtung, bei der er sich gemeldet hat, sofern diese über einen freien Unterbringungsplatz im Rahmen der oben genannten Quote verfügt und die Außenstelle des Bundesamtes, die der Aufnahmeeinrichtung zugeordnet ist, Asylanträge aus dem Herkunftsland des Asylbegehrenden bearbeitet. Liegt eine der beiden Voraussetzungen nicht vor, wird der Asylbegehrende durch EASY der nächstgelegenen Aufnahmeeinrichtung, welche die Zuständigkeitskriterien erfüllt, zugewiesen.
Asylbewerber sind grundsätzlich kraft Gesetzes verpflichtet, „bis zu sechs Wochen, längstens jedoch bis zu drei Monaten, in der für ihre Aufnahme zuständigen Aufnahmeeinrichtung zu wohnen“. (Quelle: BAMF) Anschließend werden sie innerhalb des Bundeslandes weiter verteilt, wobei die Landesbehörden entscheiden, ob eine Unterbringung in so genannten Gemeinschaftsunterkünften erfolgt oder dem Asylbewerber die Erlaubnis erteilt wird, sich eine Wohnung zu nehmen. Im Saalekreis wird den Personen eine Unterkunft zugeteilt. Dazu steht eine Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung sowie dezentraler Wohnungen und Wohngemeinschaften für Frauen und Familien.

Der Landkreis hält zudem Übergangsunterkünfte vor, die allerdings nicht für eine dauerhafte Unterbringung gedacht sind, sondern nur als Zwischenlösung für ein paar Tage dienen sollen, bis entsprechender Wohnraum zur Verfügung steht.

© Kerstin Kuepperbusch E-Mail

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