Landkreis Saalekreis
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Hygienetipps für die Aufräumarbeiten nach einem Hochwasserschaden

• Bei Hochwassereinsätzen und Aufräumarbeiten sollte ein direkter Kontakt mit den Händen zu Wasser, Schlamm, Tierkadavern sowie verunreinigten Flächen und Geräten vermieden werden. Hände- und Körperhygiene sind von größter Bedeutung! Auch dürfen nur hygienisch unbedenkliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser verzehrt werden.

• Beim Aufräumen bieten Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung Schutz. Bei Rissen und Undichtigkeiten insbesondere der Handschuhe sollten diese schnell getauscht werden.
Ein Mund-Nasen-Schutz ist nur bei starkem Spritzen oder Versprühen des Wassers
angezeigt. Der Kontakt der bloßen Haut mit abgelagertem Schlamm ist zu vermeiden.

• Vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln sowie vor dem Rauchen sind die Hände sorgfältig gründlich mit sauberen fließenden Wasser und Seife zu waschen. Während der Aufräumarbeiten vor Ort sollten aber keine Lebensmittel verzehrt werden (Infektionsweg Hände – Mund!).

• Verunreinigte waschbare Textilien sind bei 60 °C oder höherer Temperatur im normalen Waschgang mit einem Vollwaschmittel zu reinigen.
Für nicht waschbare Textilien (auch Mobiliar) sollte eine fachmännische chemische Reinigung zu Rate gezogen werden.

• Geschirr, das mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen ist, sollte nur nach gründlicher Reinigung (z. B. in der Geschirrspülmaschine bei 60 °C) wieder benutzt werden.

• Arbeitsflächen, Geräte und Behältnisse sind vor der Nahrungszubereitung gründlich zu reinigen.

• Zum Trinken, für die Körperreinigung oder zum Waschen von Geschirr, Kleidung und sonstigen Haushaltsgegenständen sollte generell sauberes Trinkwasser aus der zentralen Trinkwasserversorgung verwendet werden. Problematisch ist die Nutzung von Einzelbrunnen zur Trinkwasserversorgung. Sie sollten erst nach Prüfung wieder genutzt werden.

• Alle nicht wasserdicht verpackten Nahrungsmittel (auch Obst und Gemüse aus Garten oder Keller), die mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind, sollten nicht mehr verzehrt und dem Hausmüll zugeführt werden. Konserven sind vor dem Öffnen vorab gründlich zu reinigen.

• Zur Vermeidung einer Insektenvermehrung, aber auch eines möglichen Schädlingsbefalls (z.B. Ratten), sollten alle organischen Überschwemmungsreste und verdorbenen Lebensmittel schnellstens entsorgt werden.

• Immungeschwächte Personen und Kinder sollten nicht an Aufräumarbeiten beteiligt werden und sich von Überschwemmungswasser und Schlamm, soweit möglich, fernhalten.

• Personen die an einer Hautkrankheit leiden, bei denen eine Verletzung vorhanden ist oder die an Allergien (z.B. Insektenstiche) leiden, sollten nicht an Aufräumarbeiten teilnehmen.

• Da bei Aufräumarbeiten eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht, ist auf einen aktuellen Tetanusimpfschutz zu achten. Die letzte Impfung sollte nicht länger als 10 Jahre zurück-liegen.

• Beim Auftreten von Krankheitszeichen, insbesondere Durchfall, Erbrechen, Fieber sowie bei Verletzungen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.