Hilfe zum Lebensunterhalt

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Postanschrift:
Domstraße 4
06217 Merseburg - OT Merseburg

Öffnungszeiten:

Di: 9-12 Uhr und 15-18 Uhr
Do: 9-12 Uhr und 13.30-15.30 Uhr

Hilfe zum Lebensunterhalt

Zeitlich begrenzte Erwerbsunfähigkeit

Hilfe zum Lebensunterhalt steht grundsätzlich Personen zu, die wegen Krankheit voraussichtlich

  • für mehr als sechs Monate außerstande sind
  • mindestens drei Stunden täglich
  • auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig zu sein.

Liegt jedoch eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit vor, ist die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung das richtige Leistungssystem für Sie.

Wenn Sie zwar selbst vorübergehend erwerbsunfähig sind, aber in einer Bedarfsgemeinschaft mit einer Partnerin oder einem Partner oder einem Kind ab 15 Jahren zusammenleben, die / der erwerbsfähig ist und somit einen Anspruch auf Arbeitslosengeld II beim Jobcenter Saalekreis hat, entfällt der Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Sozialamt. In diesem Fall besteht ein Leistungsanspruch auf Sozialgeld nach dem SGB II beim Jobcenter Saalekreis. Aus diesem Grund kommt „Hilfe zum Lebensunterhalt“ fast nur ausschließlich für alleinstehende Personen in Frage.

Sonderfälle

Kinder unter 15 Jahren, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit einer Person leben, die keine SGB II (Harzt IV)-Leistungen bezieht, können Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten. Hierunter können z.B. Kinder fallen, die bei Ihren Großeltern wohnen oder bei einer Pflegefamilie. Wer eine Altersrente bezieht, aber noch nicht 65 Jahre alt ist, kann nach dem Gesetzeswortlaut keine Leistungen mehr nach dem SGB II vom Jobcenter Saalekreis erhalten. In diesen Fällen könnte ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt bestehen.

Abgrenzung zur Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz IV)

Die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II (Hartz IV) geht grundsätzlich der Hilfe zum Lebensunterhalt vor. Deshalb ist in der Regel bei zeitlich begrenzter Erwerbsunfähigkeit zunächst ein Antrag auf Arbeitslosengeld II beim Jobcenter Saalekreis zu stellen. Dort wird im Rahmen des Antragsverfahrens über die Erwerbsfähigkeit entschieden. Nur wer keinen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende hat, kann beim Erfüllen der Voraussetzungen Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten.

Gesetzliche Regelung

Die Regelungen zur Hilfe zum Lebensunterhalt finden sich im 3. Kapitel des Sozialgesetzbuches XII (§ 27 bis § 40 SGB XII).

Beratung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamtes beraten Sie gerne in Fragen der Hilfe zum Lebensunterhalt.

Bitte vereinbaren Sie vorab telefonisch einen Termin. Persönliche Vorsprachen sind nur nach Terminvereinbarung möglich.

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