Öffnungszeiten April bis Oktober:
täglich 10 - 17 Uhr
Ansprechpartner:
Bauernmuseum "Alte Burgschäferei"
August-Bebel-Straße 1
Viola Pufky
06268 Querfurt
Tel. 034771/ 40826
Fax 034771/ 719052
E-Mail: viola.pufky@saalekreis.de
Eintrittspreise:
Erwachsene: 2,50 €
Ermäßigung: 1,50 €
Familienkarte: 5,00 €
Museumspädagogische Projekte/Führung (pro Person): 2,50 €
Die alte Burgschäferei
Die Burgschäferei wurde 1498 in einem Inventarverzeichnis der Burg Querfurt erstmals urkundlich erwähnt als »Schefferei vorm Schlosse«. Im 30-jährigen Krieg durch schwedische Truppen niedergebrannt, erfolgte ihr Wiederaufbau 1652. Aus dieser Zeit datiert auch die älteste bekannte Darstellung der Schäferei und ihre Erwähnungin der Querfurter Chronik des Caspar Schneider. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts ging die Beweidung von Brachflächen zurück, die Schafhaltung wurde eingeschränkt und die Burgschäferei verlor an Bedeutung. Im Ergebnis des Wiener Kongresses fiel 1815 das Gebiet um Querfurt, das bis dahin zu Kursachsen gehört hatte, an Preußen. Die alte Burgschäferei ging in den Besitz der preußischen Staatsdomäne Querfurt-Weidenbach über. Nach Auflösung der Staatsdomäne wurde die Schäferei 1936/1937 an den Bauern Friedrich Freis verkauft, der den Hof nach seinen Bedürfnissen umbaute und bis 1966 bewirtschaftete. Im September 1966 verpachtete er den Bauernhof an die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Querfurt. Bis 1975 nutzte die LPG das Gelände als Bullenmastanlage. Danach begann der Aufbau des Bauernmuseums, in dem bereits in den 1980er Jahren erste kleinere Ausstellungen gezeigt wurden. Seit 2007 ist das Gebäude-Ensemble im Besitz des Landkreises. Im Museum wird zugleich an Leben und Wirken des ehemaligen Besitzers Friedrich Freis erinnert.
Was gibt es zu sehen?
Bauernmuse
um
Heute bietet die Alte Burgschäferei verschiedene Ausstellungsbereiche, die Einblicke in das bäuerliche Leben gewähren: das alte Bauernhaus mit z. T. originaler Einrichtung, eine Sammlung landwirtschaftlicher Gerätschaften der letzten 150 Jahre, eine Ausstellung zu unterschiedlichen, typisch ländlichen Handwerken und Tätigkeiten wie Schmiede, Sattlerei, Stellmacherei sowie Hausschlachtung, einen Bauerngarten und ein Tiergehege.
Bauernhaus
Das Wohnhaus der Burgschäferei erhebt sich über einem alten Tonnengewölbe. Die Ausstellungsräume im Bauernhaus bieten Einblicke in bäuerliche Wohnverhältnisse der 1930/40er Jahre.
Ehemaliger Schafstall und Remise
Eng mit der Landwirtschaft verbunden waren unterschiedliche Handwerke: die Hufschmiede, die Stellmacherei und die Sattlerei.
In der Stell
macherei wurden vom Gestell bis zum Rad komplette Fuhrwerke für die Landwirtschaft angefertigt. Der Sattler war für die Anfertigung von Sätteln, aber auch für die Herstellung von Geschirren für Zug- und Reittiere, Riemenzeug, Futtersäcken u. v. m. zuständig. Schmiede und Stellmacherei sind im ehemaligen Schafstall zu besichtigen; die ehemalige Remise - früher der Schuppen, in dem die Wagen und größere landwirtschaftliche Geräte untergestellt wurden - beherbergt heute den Ausstellungsbereich zum Sattlerhandwerk. Im ehemaligen Schafstall, dessen älteste Bausubstanz aus der Spätrenaissance stammt, wird eine Sammlung von Traktoren gezeigt, wie die Lanz-Bulldogs, der Pionier und andere.
Laubenganghaus
Das Laubenganghaus wurde 1948 als Wirtschaftsgebäude errichtet. Einen Teil des Hauses nutzt heute das Bauernmuseum für den Ausstellungsbereich Hausschlachtung.
Freifläche und Bauerngarten
Auf der Freifläche sind landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aus dem 20. Jahrhundert zu sehen. In unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus befindet sich der Bauerngarten in traditioneller Gestaltung: Ein einfaches, von Buchs eingefasstes Wegekreuz teilt den Garten, in dem Gemüse, Kräuter und Heilpflanzen angebaut werden. Der Bauerngarten sicherte die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung des Bauern und seiner Familie.