Einen Kollaps unseres regionalen Gesundheitssystems müssen wir verhindern

Gestern gab Landrat Hartmut Handschak (parteilos) gemeinsam mit Amtsärztin Annegret Muchow und Lutz Heimann, Geschäftsführer des Carl-von-Basedow Klinikums in einem Pressegespräch Auskunft zur aktuellen Coronasituation im Saalekreis.

Mit großer Sorge verwies der Landrat auf die Entwicklung der 7 – Tage – Inzidenz, die Stand gestern bei 47,87 lag und kündigte an, dass ab der „roten Ampel“ bei einem Wert von über 50 weitere Maßnahmen folgen werden. „Wir müssen alles Mögliche dafür tun, um die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern, um letztendlich den Kollaps unseres Gesundheitssystems zu vermeiden“. Geschäftsführer Lutz Heimann berichtete von der aktuellen Auslastung im Carl-von-Basedow Klinikum mit 15 Patienten COVID-19-Patienten, zwei davon in Intensivbetreuung. Zurzeit steht eine Intensivstation zur Betreuung für Corona-Patienten zur Verfügung, in der nächsten Woche wird eine weitere geöffnet. Steigern sich die Fälle drastisch bedarf dies der Verlegung der normalen Intensivstation. „All das bindet Personal, zumal die Betreuung der COVID-19-Patienten aufwendiger ist. Wöchentlich fallen bis zu 800 Tests an, da jeder Patient getestet wird. Operationssäle werden geschlossen. Dies führt letztendlich dazu, dass wir unseren allgemeinen Versorgungsauftrag nicht mehr erfüllen können und wir in eine finanzielle Schieflage geraten könnten“, so Heimann. Landrat Hartmut Handschak steht in engem Austausch mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration und dem Ministerpräsidenten. „Ziel ist es einen vernünftigen Verteilungsplan zu organisieren, als auch die Krankenhäuser über eine Ausgleichspauschale zu entlasten, sodass wir alle gemeinsam gut durch diese Krise kommen“.

Amtsärztin Annegret Muchow gab einen Einblick zur Arbeit des Gesundheitsamtes. „Die Situation ist dynamisch fortschreitend. Dies bedeutet in der Regel auch eine Zunahme der Anzahl der Kontaktpersonen, die zu ermitteln sind“. Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Bundeswehrsoldaten und zwei Containment-Scouts bedienen die Hotline oder gehen der Ermittlung der Kontaktpersonen nach. Durchschnittlich gehen bis zu 400 Anrufe täglich ein. Landrat Hartmut Handschak appellierte zum Schluss noch einmal an die Bürger, sich an die bekannten drei Buchstaben zu halten: A-H-A. „Wir können alle dazu beitragen, dass wir diese Krise meistern. Halten Sie sich an die Regeln, schützen Sie sich und andere. Denn es geht um das wichtigste, unsere Gesundheit“.

Detaillierte Informationen finden Sie im "Merseburg Report" des Offenen Kanal Merseburg-Querfurt e.V. vom 10.11.2020.

Foto: Landkreis Saalekreis

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