Feuerwehren des Kreises bilden sich weiter

Gefahrguteinsätze können für jede Feuerwehr anfallen – nicht nur für die Spezialkräfte der Gefahrguteinheit. Daher ist es umso wichtiger, dass die ersteintreffenden Feuerwehren wichtige Erstmaßnahmen einleiten. Es ist Aufgabe des Landkreises, die für den Einsatz auf Bahnanlagen vorgesehenen Einsatzkräfte auszubilden. Die DB Netz AG unterstützt den Landkreis, indem den Feuerwehren in ganz Deutschland in bestimmten Abständen zu Ausbildungszwecken ein Ausbildungszug kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Dieser Zug ist der einzige seiner Art in Deutschland und jährlich werden durch ihn circa 3.500 Feuerwehrkameraden ausgebildet.

„Um auf mögliche Gefahrensituationen gemeinsam gut vorbereitet zu sein, ist für die DB Netz AG eine enge und gute Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sehr wichtig. Damit die Abläufe und die Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen reibungslos funktionieren, führen wir regelmäßig Übungen am Ausbildungszug für Gefahrgut durch. Im Ernstfall müssen sich die Feuerwehren in den Orten entlang der Bahnstrecken mit dem Aufbau und der Funktion von Gefahrgutwagen und mit Gefahrgütern auskennen“, erläutert Andreas Richter, Bezirksleiter DB Netz AG Betrieb Halle.

Vom 17. bis 18. November 2020 nutzten 12 Freiwillige Feuerwehren aus dem Saalekreis die Gelegenheit, sich im Bereich Gefahrgut weiterzubilden. Am Bahnhof Niemberg erhielten die Teilnehmer zuerst eine theoretische Unterweisung zu den Gefahrgutklassen und ihrer Kennzeichnung am Kesselwagen. Im Anschluss folgten praktische Übungen, bei denen die Kameraden selbst Leckagen am Kesselwagen abdichteten. Dafür stand ihnen ein vorbereiteter Kesselwagen mit neun verschiedenen Leckage-Öffnungen zur Verfügung, aus denen zum Trainingszweck Wasser austrat. Im Ernstfall würden die Einsatzkräfte mit Spezialbekleidung ausgestattet vorgehen, um nicht mit dem Gefahrgut in Kontakt zu kommen.

Unter Leitung von Paul Bartoszek, Einheitsführer der Gefahrguteinheit des Landkreises Saalekreis, sowie seines Stellvertreters Holger Lehniger, konnten die Feuerwehren in unterschiedlichen Übungen mit einfachen Hilfsmitteln sowie einem Leck-Dichtkissen Leckage-Öffnungen schließen. „Die Ausbildung ist nur alle 3 – 5 Jahre möglich, da der Übungszug der DB Netz AG allen Feuerwehren in Deutschland zur Verfügung steht. Wir freuen uns daher sehr, dass wir den Zug für die Feuerwehren im Saalekreis nutzen konnten. Als Leiter der Gefahrguteinheit des Landkreises ist es für mich von großer Bedeutung, dass auch die Freiwilligen Feuerwehren im Notfall entsprechend reagieren können bis die Spezialeinheit vor Ort ist. Es wäre schön, wenn wir dafür noch mehr junge Leute in unserer Region begeistern können“.

Gemäß der Begründung zur 2. Verordnung zur Änderung der Achten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung vom 30.10.2020 sind Behörden, einschließlich der kommunale Behörden, Polizei und Feuerwehr, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, vom Veranstaltungsverbot ausgenommen. Demnach konnten die Ausbildungen am Ausbildungszug Gefahrgut durchgeführt werden. Die Ausbildung erfolgte in kleinen Gruppen und geschlossen in den einzelnen Feuerwehreinheiten unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften über zwei Tage verteilt.

Foto: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lochau dichten gemeinsam eine Leckage-Öffnung mit einem Leck-Dichtkissen ab. @Landkreis Saalekreis

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