Landkreis lädt seine Kommunen zum Breitbandgipfel

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Am 28. Mai 2019 lud der Landkreis Vertreter aus Kommunen und Gemeinden zu einer ersten Informationsveranstaltung zum geförderten Breitbandausbau im Saalekreis nach Merseburg ein. Ebenfalls anwesend waren Telekommunikationsunternehmen, Fördermittelgeber sowie der TÜV Rheinland. Neben fachspezifischen Vorträgen gab es genügend Raum, um die Fragen der anwesenden Stadt- und Gemeindevertreter zu beantworten und in einen konstruktiven Austausch zu treten.

Passend zum Anlass erhielt der Landkreis einen Förderbescheid des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt über rd. 5,9 Mio. €. Die Fördermittel sollen dem Ausbau des schnellen Internets in ELER-geförderten Gebieten zugutekommen. Das betrifft Bad Dürrenberg, die Goethestadt Bad Lauchstädt, Mücheln, Querfurt, Wettin-Löbejün, Kabelsketal, Petersberg, Salzatal, Teutschenthal und die Verbandsgemeinde Weida-Land.

Hartmut Handschak, stellvertretender Landrat des Saalekreises, nahm den Scheck mit Freude entgegen: „Der flächendeckende Zugang zum schnellen Internet ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines attraktiven ländlichen Raumes und gehört heutzutage genauso dazu wie ein gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz. Vor allem freue ich mich über den heutigen Termin auch deshalb, weil es zeigt, dass sich unsere Anstrengungen für den Breitbandausbau endlich auszahlen.“ Zugleich richtete er einen dringenden Appell an die ebenfalls anwesenden Vertreter der atene KOM GmbH aus Berlin, zeitnah auch die Fördermittel des Bundes an den Saalekreis auszureichen. Mit den beantragten Bundesmitteln von rd. 5,5 Mio. €, dem Landesbescheid und den Eigenmitteln des Landkreises ergibt sich eine Gesamtsumme von rd. 12,8 Mio. €, die in das Glasfasernetz investiert werden soll.

Die Fördermittel von Bund und Land sind Voraussetzung dafür, dass die Deutsche Telekom GmbH Verträge mit den Kommunen abschließen und konkrete Zeitpläne für den Ausbau festlegen kann. Profitieren sollen davon über 6.900 Haushalte und Unternehmen, die dann Anschlüsse von bis zu 1Gbit/s erhalten werden. Der Start der Bauarbeiten ist für 2020 vorgesehen.

Für die EFRE-geförderten Gebiete im Saalekreis liegen die entsprechenden Fördermittelbescheide seit Mitte April 2019 vor, so dass die Telekom zeitnah Verträge mit den Städten Braunsbedra, Landsberg, Leuna und der Gemeinde Schkopau abschließen und in die konkrete Zeitplanung gehen kann. Vorgesehen ist auch hier ein Baubeginn im kommenden Jahr. Bis Ende 2021 will die Telekom den Ausbau in diesen vier Kommunen mit über 3.100 Haushalten und Unternehmen abschließen. Die Anschlüsse für die Haushalte werden dann eine Geschwindigkeit von bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s) haben. Unternehmen werden mit höheren Geschwindigkeiten angeschlossen: sie erhalten Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit pro Sekunde. Mit den vorgesehenen Anschlüssen können sämtliche digitale Anwendungen genutzt werden: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause. Sie eignen sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

Beim Ausbau im Saalekreis wird das moderne Trenching-Verfahren eingesetzt. Es ist zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau, führt zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für die Anwohner.

„Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot den Saalekreis überzeugen konnten. Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft im Landkreis. Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen“, ergänzt Dr. Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftragte für Breitbandausbau der Telekom. Für den gesamten Ausbau im Saalekreis werden rund 1.550 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und rund 280 neue Netzverteiler aufgestellt.

Zugleich wurde die Veranstaltung genutzt, um die anwesenden Vertreter aus den Kommunen über schon im Saalekreis existierende Beispiele für einen zukunftsweisenden Breitbandausbau zu informieren.

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