„Pro Engagement“ – Wir sind Preisträger 2020!

Der Landeswettbewerb „Pro Engagement“ wurde ins Leben gerufen, um Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für ihr besonderes Engagement im Bereich der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen auszuzeichnen. Der Behindertenbeirat des Landes Sachsen-Anhalt würdigt mit diesem Preis die Bemühungen um eine inklusive Gesellschaft, die sich auch im Arbeitsleben widerspiegelt. Der Landkreis Saalekreis hat die Jury in der Kategorie „beschäftigungspflichtige, öffentliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber“ mit seinen Maßnahmen überzeugt.

Gelebte Inklusion entsteht für Menschen mit Behinderungen vor allem durch die Teilhabe am Arbeitsleben. Einem Beruf nachgehen zu können, lässt die Menschen spüren, dass sie ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft sind und ist Grundlage für ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Der Landkreis Saalekreis hat als Arbeitgeber in unterschiedlichen Bereichen besonderes Augenmerk auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen gelegt.

So ist beispielsweise das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ein in der Verwaltung fest verankertes Instrument, mit dem auf besondere Anforderungen und Bedarfe von Mitarbeitenden eingegangen werden kann. Seit Januar 2017 gibt es zudem eine interne Inklusionsvereinbarung, in der festgelegt ist, welche Maßnahmen der Landkreis über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus unternimmt, um die Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderungen weiter zu verbessern.

Auch der Ausbildungsbereich der Verwaltung beeindruckte die Jury. So werden die Nachwuchskräfte der Verwaltung in der Ausbildung bereits für das Thema Inklusion sensibilisiert. Es werden Menschen mit Behinderungen ausgebildet und Projekte gemeinsam mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen durchgeführt.

Mit diesen organisatorischen Maßnahmen schafft es der Landkreis, auch von Menschen mit Behinderungen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sodass die Kreisverwaltung bereits über der gesetzlich vorgeschriebenen Beschäftigungsquote liegt.

„Für uns als öffentlicher Arbeitgeber ist es eine Selbstverständlichkeit, Menschen mit Behinderungen eine berufliche Perspektive zu bieten. Wir gehen als Vorbild voran und hoffen, dass dem noch viele weitere Arbeitgeber folgen werden.“, so Landrat Hartmut Handschak.

Eine besondere Herausforderung stellen die barrierefreie Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Verwaltungsgebäude dar. Die Kreisverwaltung verfügt über mehrere Standorte in zum Teil historischen Gebäuden, für die denkmalschutzrechtliche Anforderungen gelten. Dennoch ist die Mehrheit der Standorte mittlerweile teilweise oder vollständig barrierefrei. An einer weiteren Verbesserung der Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten der Veraltungsstandorte wird kontinuierlich gearbeitet. Diese Maßnahme kommt nicht nur den Mitarbeitenden, sondern in besonderem Maße auch den Besucherinnen und Besuchern der Verwaltung zu Gute.

„Inklusion ist uns ein wichtiges Anliegen – nicht nur als Arbeitgeber. Seit Mitte 2019 haben wir in unserer Verwaltung dafür eine Vollzeitstelle geschaffen. Die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen kümmert sich gemeinsam mit dem örtlichen Teilhabemanagement um die Anliegen von Betroffenen, deren Angehörigen, Betrieben und Vereinen.“, ergänzt Landrat Hartmut Handschak.

Es wird deutlich, dass das Ziel einer inklusiven Gesellschaft am besten mit der Verknüpfung von nach innen und nach außen gerichteten Maßnahmen und Strukturen zu erreichen ist. Der Saalekreis engagiert sich hier seit vielen Jahren ganzheitlich.  Neben der Inklusion von Mitarbeitenden mit Behinderungen wird auch die gesellschaftliche Teilhabe kontinuierlich vorangetrieben. Zu nennen sind hier der Aktionsplan Inklusion, die Weiterentwicklung der Beauftragtenstelle und das örtliche Teilhabemanagement, das Ende 2017 durch Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds etabliert werden konnte.

Auf Bestreben des Landkreises entstand außerdem die Arbeitsgruppe „Inklusives Engagement“ im lokalen Bündnis für Familie.  Dieser Zusammenschluss aus Menschen mit und ohne Behinderungen versucht, die Inklusionsarbeit partizipativer zu gestalten und eine inklusive Netzwerkstruktur im Saalekreis aufzubauen.

Mit allen den Bemühungen konnte der Landkreis die Preisgeber-Jury überzeugen. Das ist Ansporn, die Bemühungen um eine inklusive Gesellschaft weiter zu verfolgen und auszubauen.

Weitere Informationen zum Landeswettbewerb finden Sie hier.

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