Scheckübergabe der Saalesparkasse an Kulturhistorisches Museum

Dank Zuwendungen der Saalesparkasse aus dem PS-Lotteriesparen kann das Kulturhistorische Museum das Tagebuch des französischen Kriegsgefangenen Charles Gueugnier realisieren und somit die Dauerausstellung bereichern.

93 Vereine und gemeinnützige Institutionen aus dem Saalekreis und Halle (Saale) werden von der Saalesparkasse aus dem örtlichen Zweckertrag des PS-Lotteriesparens in diesem Jahr unterstützt. Auch der Förderkreis Museum Schloss Merseburg e.V. gehört zu den Begünstigten. Seit 1997 unterstützt der Verein Erwerbungen für das Museum und fördert Sonderausstellungen, Restaurierungsmaßnahmen, Publikationen, Vorträge, Konzerte in der Hofstube und andere Veranstaltungen sowie die museumspädagogische Arbeit.

Heute übergaben Antje Pachwald, Gruppenleiterin Beratung und Service in der Filiale Gotthardsstraße Merseburg und Uwe Stettin, Gebietsdirektor Saalesparkasse einen Scheck in Höhe von 12.500 Euro an Vorstandsmitglied des Fördervereins Marlies Schmädeke. Mit der Unterstützung kann die zweisprachige Publikation des Tagebuchs von Charles Gueugnier, der von 1914 bis 1918 im Merseburger Kriegsgefangenenlager interniert war, verwirklicht werden.

"Mit dem Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg und seinem Förderkreis verbindet uns eine langjährige intensive Partnerschaft. So ist die Saalesparkasse bereits seit dem Jahr 2003 selbst institutionelles Mitglied im Förderkreis und unterstützt die stadt- und regionalgeschichtlichen Vorhaben des Museums sowie des Vereins auf vielfältige Weise. Die Veröffentlichung des Tagebuchs von Charles Gueugnier ist ein Projekt, das uns von Anfang an überzeugt hat, ist es doch ein ausgesprochen eindrückliches Zeugnis einer Zeit unserer regionalen Geschichte, die auf keinen Fall in Vergessenheit geraten darf“, unterstreicht Gebietsdirektor Uwe Stettin.

Das Tagebuch wirft ein Schlaglicht auf die bedrückenden Lebensumstände zur Zeit des Ersten Weltkrieges hier vor Ort, insbesondere auf das Leid der insgesamt rund 40.000 im Lager internierten Kriegsgefangenen, auf den Umgang der unterschiedlichen Nationalitäten miteinander und das Verhältnis zu ihren Bewachern. Die Kriegsgefangenen wurden als Zwangsarbeiter in den Industriewerken, im Tagebau, in der Landwirtschaft und der Kommunen sowie im Handwerk in Merseburg und der Region eingesetzt. Daraus ergibt sich die Verpflichtung, die seit 2018 bekannten Fakten weiter in die Öffentlichkeit zu tragen.

Die Publikation ist zweisprachig geplant, so dass Deutsche und Franzosen gleichermaßen Zugang haben werden. Die relativ hohen Kosten ergeben sich vor allem durch den Übersetzungsaufwand. Insgesamt kostet die Umsetzung des Projektes 30.000 Euro, die aus Mitteln des Landkreises, des Förderkreises, des Merseburger Altstadtvereins sowie Spenden von Unternehmen der Region und der heute erhaltenen Zuwendung der Saalesparkasse zusammengetragen wurden.

Die Darstellung der historischen Fakten zum Merseburger Kriegsgefangenenlager hatte in der Sonderausstellung des Museums „Merseburg im Ersten Weltkrieg“ 2018 ein ganz besonderes Interesse gefunden, auch auf französischer Seite. Es ergaben sich bewegende Kontakte und Freundschaften. Die Publikation soll Begegnungen vor Ort, auch von Schülerinnen und Schülern, weiter anregen.

Das Buch ergänzt die Darstellung des Themas in der Dauerausstellung des Museums, die durch eine interaktive, ebenfalls zweisprachige Medienstation bereichert wird.

„Mit der geplanten zweisprachigen Publikation wird ein weiterer Anstoß zur Beschäftigung mit dem bewegenden Thema des Merseburger Kriegsgefangenenlagers gegeben. Neue internationale Kontakte und Freundschaften stehen denen in Aussicht, die sich auf das Thema einlassen“, freut sich Dr. Karin Heise, Museumsleiterin des Kulturhistorischen Museums über die Unterstützung der Saalesparkasse und bedankt sich auch bei allen anderen Förderern des Projektes.

 

Foto: Annett Hellwig, Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Bildung (links), Museumsleiterin Dr. Karin Heise (2.v.l.) und Marlies Schmädeke vom Förderkreis Museum Schloss Merseburg e.V. (2.v.r.) freuen sich über den Scheck der Saalesparkasse in Höhe von 12.500 EURO, den Uwe Stettin, Gebietsdirektor der Saalesparkasse (Mitte) und Antje Pachwald, Gruppenleiterin Beratung und Service in der Filiale Gotthardstraße Merseburg (rechts) heute im Kulturhistorischen Museum übergaben. @Landkreis Saalekreis

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