Veterinär- und Lebensmittel- überwachungsamt
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Informationen zur Afrikanischen Schweinepest

In den östlichen Regionen Polens, in Teilen der Tschechischen Republik und nunmehr auch in Belgien, nur 60 km von der deutschen Grenze entfernt, ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen ausgebrochen. Es besteht die Gefahr der Einschleppung nach Deutschland.

Die ASP ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Haus- und Wildschweine betrifft. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet, den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, kann die Erkrankung über Lederzecken übertragen werden, die in unseren Breiten jedoch keine Rolle spielen.

Übertragung: Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes, infiziertes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen! Eine besondere Rolle kommt dem (illegalen!) Verfüttern von Speiseabfällen zu. Bei Wildschweinen reichen kleinste Tropfen von Schweiß (Blut) für eine Infektion. Daher ist auf die Hygiene bei der Jagd besonders zu achten!

Verbreitung: Die ASP wurde vermutlich 2007 über unbehandelte infizierte Speiseabfälle nach Georgien eingeschleppt und hat sich seither nach Russland und Weißrussland ausgebreitet. Im Februar 2014 wurde die ASP in Litauen nachgewiesen, Ausbrüche gibt es inzwischen auch in Polen, in der Tschechischen Republik und seit September 2018 in Belgien.

Übertragung auf den Menschen: Das Virus der ASP ist für den Menschen ungefährlich. Der Mensch kann jedoch bei der Verbreitung der ASP und bei der Einschleppung des Virus in die Hausschweinebestände eine Rolle spielen.

Anzeichen bei Schweinen/Wildschweinen: Die klinischen Anzeichen sind unspezifisch und sehr variabel. Sie umfassen hohes Fieber, fehlende Futteraufnahme, Atemprobleme, Durchfall, Blauverfärbung der Haut, Festliegen und plötzliche Todesfälle. Das derzeit in der Russischen Föderation zirkulierende Virus ist hochansteckend und führt innerhalb von 7 bis 10 Tagen zum Tod. Bei Wildschweinen sollte beim Aufbrechen der Stücke auf vergrößerte „blutige“ Lymphknoten, ggfs. eine vergrößerte Milz und feine punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt. Das Fehlen solcher Auffälligkeiten schließt nicht aus, dass es sich dennoch um ASP handelt!

Weitere Informationen:
 
Informationsvideo der European Food Safety Authority (EFSA):
 
 
Informationen zur Afrikanischen Schweinepest für Jäger, Landwirte, Reisende:
 
 
Weitere Informationen, Broschüren und Handzettel finden Sie hier:
 
Symbol Beschreibung Größe
Schutzmaßnahmen in Schweinehaltungen (FLI / Stand: 07/2018)
94 KB
Afrikanische Schweinepest - Vorsicht bei Jagdreisen (Stand: 03/2018)
9.1 MB
Bejagungsschneisen und Direktzahlungen (Stand 02/2018)
0.4 MB
Schutz vor Tierseuchen - Was Landwirte tun können (Stand 02/2018)
0.2 MB
Informationen der ASFORCE zur Afrikanischen Schweinepest
0.7 MB
Friedrich-Loeffler-Institut: Risikobewertung Einschleppung (Stand: 07/2017)
4.9 MB
Friedrich-Loeffler-Institut: Steckbrief Afrikanische Schweinepest (Stand: 05/2017)
0.1 MB
Friedrich-Loeffler-Institut: Afrikanische Schweinepest beim Schwarzwild (Stand: 05/2017)
0.5 MB
Hinweise zur Probeentnahme bei Schwarzwild (Stand: 05/2014)
39 KB
Merkblatt zur Afrikanischen Schweinepest für Jäger (Stand: 03/2014)
7.8 KB
Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Afrikanische Schweinepest - Handzettel (Stand: 02/2014)
1.6 MB
Friedrich-Loeffler-Institut: Afrikanische Schweinepest (Stand: 02/2014)
3.7 MB