Das Hauptaugenmerk der vierten Sitzung des Kreistages 2010 lag auf dem Investitionsprogramm des Saalekreises. Nach dem positiven Votum der Kreistagsmitglieder in der Sitzung vom 3. März 2010 für das Förderprogramm hatten kreisangehörige Städte und Gemeinden bis 31. Mai 2010 Gelegenheit, ihre Projekte einzureichen. Insgesamt 52 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Millionen Euro gingen bei der Kreisverwaltung bis zum Stichtag ein.
Da der Landkreis das Investitionsprogramm in diesem Jahr mit 4 Millionen Euro fördert, stimmten die Mitglieder des Kreistages mit einer deutlichen Mehrheit für den überwiegenden Teil der Vorhaben. Entsprechend der aufgestellten Förderbereiche fallen 36,5 % der Anträge in den Bereich der Investitionen in Kitas und 25 % in die Investitionen für Grundschulen. Die Förderung von überregional bedeutsamen touristischen Infrastrukturen nehmen 21,2 % der Vorhaben ein, während die Breitbandförderung auf 11,5 % kommt. 5,8 % der Maßnahmen haben Fördergelder für die Erhaltung gemeindeeigener Kulturdenkmale sowie Sportstätten beantragt.
Dieses Investitionsprogramm ist bislang einzigartig in Sachsen-Anhalt. Landrat Frank Bannert (CDU) zeigte sich nach der Sitzung mehr als erfreut: "Die Zahl der Projektanträge spricht für das aufgelegte Investitionsprogramm, ohne dass zusätzliche bürokratische Hürden aufgebaut wurden. Es ist gelungen, eine Vielzahl der eingereichten Maßnahmen zu unterstützen sowie mit den beantragten Fördergeldern die vier Millionen des Landkreises mehr als zu verdoppeln. Unser Anspruch ‚Vorrang für Investitionen’ wurde mit diesem Votum eindrucksvoll bestätigt." Der Ansatz, den kreisangehörigen Gemeinden Finanzierungs- und Planungssicherheit zu geben, hat sich damit erfüllt. Zugleich stellten Städte und Gemeinden für 2011 schon neue Projekte in Aussicht.