Veterinär- und Lebensmittel- überwachungsamt
Landkreis Saalekreis
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  • 06217 Merseburg
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Vorkommen des Fuchsbandwurmes auch im Saalekreis

Sowohl durch die zunehmende Besiedlung der Städte und bewohnten Gebiete durch Füchse, als auch durch Infektionen bei Hunden und Katzen können Eier des kleinen Fuchsbandwurmes in das Umfeld des Menschen gelangen. Hier sind vor allem ländliche Regionen in Teilen Bayerns und Baden Württemberg betroffen. Doch auch im Saalekreis konnte der Fuchsbandwurm bei erlegten Füchsen nachgewiesen werden. Gut jeder 5. Fuchs ist befallen.

Zum Schutz vor dem Parasiten sollen bodennah wachsende Beeren, Pilze und Kräuter vor dem Verzehr gründlich gewaschen und möglichst gekocht werden. Erst ein Erhitzen auf über 70°C tötet die Bandwurm-Eier ab. Eine hohe Widerstandsfähigkeit allerdings haben die Eier gegenüber tiefen Temperaturen und Desinfektionsmitteln. Infektionsgefahr besteht auch für Besitzer von Hunden und Katzen, die sich durch das Fressen befallener Mäuse infiziert haben können. Eine regelmäßige Entwurmung der Tiere sollte aus diesem Grund durchgeführt werden.

Menschen, die sich infiziert haben, können an der Echinokokkose erkranken. Die Erkrankung kommt zwar auch in den stärker befallenen Gebieten Süddeutschlands selten vor, verläuft jedoch zumeist schwerwiegend und kann zum Tode führen. Nach der Aufnahme von Eiern des kleinen Fuchsbandwurmes kommt es zu einer häufig über viele Jahre unbemerkten Infektion der Leber. Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen treten oft erst dann auf, wenn der Parasit schon sehr groß ist. Im frühen Stadium der Erkrankung kann die Zyste möglicherweise operativ entfernt werden. Häufig muss der Patient jedoch lebenslang Medikamente einnehmen, um eine weitere Ausbreitung des Parasiten zu verhindern.

Um die Diagnostik von Füchsen auf Tollwut und Infektion mit dem Fuchsbandwurm durchführen zu können, ist die Mithilfe der Jäger gefragt. Nur, wenn die Füchse nach dem Erlegen umgehend zum Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt eingeliefert werden, können diese zur Untersuchung an das Landesamt für Verbraucherschutz eingesandt werden.

Dezernat II
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